Isabella Schicktanz
Tanzt der Körper, gerät die Seele in Bewegung

Imkern mit der Einraumbeute

Wir haben an unserem Bienenstand in unserem Garten inzwischen acht Bienenvölker (aus Überzeugung Mischvölker mit einem hohem Anteil an Carnica und Buckfast, aber eben auch Anteile von Völkern, die in der Nähe sind und sich durchsetzen), die in Mellifera-Einraumbeuten  leben.


Wir versuchen, die Bienen nach möglichst wesensgemäßen Gesichtspunkten zu halten und das Bienenvolk als Ganzes (Bien) respektvoll und den natürlichen Bedürfnissen und Instinkten entsprechend zu behandeln. Mit den folgenden Beiträgen möchte ich unser Bienenjahr mit Bildern und Beschreibungen vorstellen.

 

Neueste 5 Einträge

  • Das Bienenjahr 2019
  • 19. Dezember und die Bienen fliegen
  • Und wie geht es den Neuankömmlingen?
  • Von dem Schwarm, der uns WIRKLICH Arbeit machte ;-)
  • Es schwärmt sich besser zusammen - aber vier Schwärme in einer Woche?

01.01.2020

Das Bienenjahr 2019

Das Jahr 2019 liegt hinter uns und ich muss wieder sagen: was für ein Bienenjahr!

Ich habe in den letzten Monaten nicht mehr viel geschrieben, was vor allem daran lag, dass ich immer weniger die Kamera zu den Bienen mitgenommen habe.

Die Herbstarbeiten habe ich, wie im letzten Beitrag beschrieben, nicht ganz zufriedenstellend abschließen können, so dass ich an einem warmen Tag im Februar oder März ggf. die Beuten kurz öffnen werde, um nach Futterwaben zu schauen und diese dann austauschen bzw. Futter nachreichen werde – ich habe noch genügend Futterwaben, so dass ich diese im Notfall einfach an die Bienentraube anhängen kann. So sollten sie versorgt sein, was auch immer der Frühling bringt.

Gestern zu Silvester hatten wir wieder warme 8 Grad und ein paar Bienen waren kurz unterwegs, flogen sich ein oder entleerten die Kotblase.
Jan und ich haben bei drei Bienenbeuten die Standfüße korrigieren müssen, weil sich ein Maulwurf seinen Gang direkt an und unter den Beuten gegraben hat und damit die Beuten etwas schief standen. Nun stehen die Beuten wieder einigermaßen richtig – das reicht bis zum Frühjahr, wenn alle Beuten bei warmen Temperaturen neu ausgerichtet bzw. korrigiert werden.

Zum Rückblick – das Schwarmjahr
In Erinnerung bleibt das Schwarmjahr – so viele Schwärme in den wenigen Tagen. Und bei den Schwärmen war auch vieles dabei:
-    Die Schwärme, bei denen alles paletti lief, sie unglaublich gut bauten, das Volk stetig anwuchs und sich gut entwickelt hat.
-    Die Schwärme, die über mehrere Wochen drei Versuche gestartet haben, nur um jedes Mal wieder zurückzukehren in die ursprüngliche Beute.
-    Die Schwärme, bei denen auf den ersten Blick alles in Ordnung schien, weil sich ordnungsgemäß eine Traube gebildet hat, sie gut und schnell in die neue Beute einliefen und dort blieben. Aber dann entweder zwei Tage später wieder auszogen, die Königin umweiselten oder sich nur schleppend entwickelten (im Vergleich zu den anderen Schwärmen).

Mir fehlt natürlich die jahrelange Erfahrung, um einschätzen zu können, was noch normal oder vielleicht überdurchschnittlich ist. Das würde mir sicherlich etwas die Sorge nehmen, ob die Schwächlinge (wenn es überhaupt welche sind) es dennoch schaffen.

Zum Rückblick – die Einraumbeute bzw. die Beutesysteme
Ich habe in diesem Jahr meine Bienenkiste verkauft und hatte deshalb nur Einraumbeuten in Betrieb. Mit den Einraumbeuten von Mellifera bin ich super zufrieden. Dieses System ist für meine Bedürfnisse die optimale Wahl.

Die 12er Einraumbeuten von Janisch haben auch gute Dienste für die Jungvölker geleistet und ich kann mir vorstellen, auch im zweiten Jahr noch die etwas kleineren Beuten zu verwenden. Wenn die Völker aber größer werden, dann macht die Arbeit in der kleinen Beute keinen Spaß mehr, die Rähmchen lassen sich sehr schlecht aus der Beute ziehen, die Bienenmasse erschlägt einen regelrecht und das Bienenquetschen ist meiner Meinung nach nicht mehr zu vermeiden. Natürlich verteilt sich das Volk, wenn man die Honigräume aufsetzt, aber wenn ich von wirklich großen Völkern spreche, dann reichen keine zwei bis drei Honigräume aus, wenn man unten arbeiten muss.
Beim Carnika-Volk hatte ich dann die Kontrollen minimiert und teilweise auch ausgesetzt - das kann gutgehen, muss es aber nicht.
Für mich heißt das: bei Jungvölkern setze ich die 12-ERBs ein, aber wenn die Völker größer werden, dann lasse ich sie in die Mellifera-ERBs umziehen.

Dennoch habe ich in diesem Jahr nicht so wesensgemäß imkern können, wie ich gewollt habe. Dies beginnt bereits bei den Rähmchen. Der Versuch, ausschließlich mit Naturwaben zu imkern, ist bei drei Völkern völlig in die Hose gegangen, der Wildbau war immens. Also habe ich bei den Rähmchen oben einige Zentimeter Bio-Mittelwände eingesetzt. So klappte es, war aber eigentlich nicht mein Wunsch. In diesem Jahr werde ich es beim Erweitern wieder versuchen, auf Naturwabenbau zu setzen.

Zum Rückblick – die Völker
Bezogen auf die passive Zucht meiner Völker bin ich zufrieden und gespannt, wie sich die Jungvölker im neuen Jahr entwickeln. Durch die vielen Schwärme habe ich viele neue und junge Königinnen, die sich die Völker 2019 selbst herangezogen haben (manchmal auch nochmals im Nachhinein durch eine stille Umweiselung).
Tatsächlich ist es so, dass ich nur bei einem Volk genau weiß, dass die alte Königin (nun zwei Jahre alt) noch im Volk und aktiv ist. Und wenn ich gefragt werde, welche Rasse meine Bienen haben, muss ich sagen: bis auf ein reines Carnika-Volk sind meine Bienen inzwischen rasselos, da sie Mischlinge aus allen Rassen sind, die sich in der näheren Umgebung aufhalten ;-).

Ich hoffe, dass es damit eine genetische Vielfalt in meinen Völkern gibt (das kann ich auch schon an den Winterbienen sehen) und sie sich den lokalen Gegebenheiten immer besser anpassen können. Denn das ist klar: bei den klimatischen Veränderungen besteht die größte Herausforderung der Mädels darin, sich diesen immer wieder (also jedes Jahr aus Neue und eben anders) anzupassen.
Wenn ich an das letzte Jahr mit dem warmen Winter, dem viel zu schnell eingesetzten Frühling und der trockenen Periode im Frühsommer denke, dann überrascht es mich, wie die Mädels ohne meine Hilfe so gut über diese Zeit gekommen sind und uns dennoch so viel Honig geschenkt haben.

2020 - Warré-Beute kommt zum Einsatz
Trotz meiner Zufriedenheit mit der Einraumbeute hege ich nach wie vor den Wunsch nach einer Beute und der Haltung der Bienen in möglichst naturnaher Form. Gelesen habe ich viel zur Beute “Schiffer-Tree” von Torben Schiffer (aus dem Beenature-Projekt) und mit dieser Version auch sehr geliebäugelt.
Weil sie einerseits schon vergriffen war und der Preis aktuell auch vollkommen mein Budget sprengt, habe ich mich für dieses Jahr für eine Alternative entschieden: die Warré-Beute mit ganz dicken Wänden (45 mm dick) und ergänzt im Inneren durch Dreiecksleisten in den Ecken, damit der Innenraum abgerundet wird (runde Innenräume wie in hohlen Bäumen lassen sich viel besser klimatisieren, wärmen usw.). Es gibt im Inneren auch nur Trägerleisten, so dass ausschließlich Naturwabenbau möglich ist.
Die Beute wird aktuell noch gefertigt und ich soll sie im März bekommen, so dass ich plane, einen Schwarm dort einziehen zu lassen. Sobald der Bausatz angekommen ist, werde ich berichten.

Admin - 09:20:54 @ Imkern

28.12.2019

19. Dezember und die Bienen fliegen

Wieder einmal Wetterchaos. Viel zu warm…
 
Die Herbstarbeiten konnte ich nicht so gut abschließen, weil im November viele meiner Völker noch wegen der anhaltenden Wärme viel zu groß erschienen und über alle Wabengassen liefen.

Im Oktober hatte ich in den letzten Jahren immer schon ein paar Randwaben, die entweder nicht ganz ausgebaut waren oder nur wenig Honig enthielten, herausgenommen, um das Volk kompakter und den Raum enger (und damit für den Winter gewappnet und wärmer) zu halten. In jedem Volk waren aber im Oktober – und leider auch noch im warmen Novemberanfang – die Waben bis zum hinteren Trennschied belegt. Also hatte ich den Raum erst Mitte/Ende November nochmals einengen können und mit den dicken Strohschieden die fluglochabgewandte Seite abgeschlossen.
 
Mitte Dezember dann die Varroa-Winterbehandlung durchgeführt und dabei gleich den Totenfall am Beutenboden entfernt. Aber auch hier muss ich sagen, dass die Mädels noch – für mich – viel zu aktiv waren – welch ein Jahresabschluss.
 
Höhepunkt dann die Woche um den 19. Dezember, als wir knapp 16 Grad hatten und ich die Mäusegitter bei allen Beuten entfernen musste, weil wirklich alle Jungbienen rauskamen, um sich einzufliegen und alle anderen die Kotblase entleert haben.

Es war, wie in den ersten warmen Frühlingstagen im März, wenn bei Sonnenschein auf einmal der Garten summt und man Wolken von Mädels bei den Beuten fliegen sieht – alle vollkommen friedlich und mit sich selbst beschäftigt (so dass man sich mitten in die Wolken stellen kann, um dem Treiben zuzusehen).

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Admin - 16:56:12 @ Imkern

11.06.2019

Und wie geht es den Neuankömmlingen?

Nach knapp drei Wochen habe ich nun am Pfingstwochenende bei allen geschwärmten und den neuen Völkern überall mit den Durchsichten gestartet (die übrigen hatte ich wöchentlich weiter kontrolliert, um Schwarmstimmung festzustellen) und die Völker begutachtet.
 
Bei den Völkern, die geschwärmt sind (bei drei der sechs Völker kann ich den Abgang klar zuweisen), sind die neuen Königinnen allesamt erfolgreich begattet worden (ich hatte einige Hochzeitsflüge schon erahnt, weil der Tumult und die Geräusche an den Beuten zu einigen Zeiten sehr beeindruckend waren), in Eilage und haben wunderschöne große Brutflächen angelegt.

Meine Befürchtungen, dass der Brutraum noch mehr eingehonigt wird und die neuen Königinnen keinen Platz mehr haben, um Eier zu legen, war unbegründet.

Drei Völker haben nun junge Königinnen aus diesem Jahr. Wie diese begattet wurden und welche Rasse sich durchsetzt, werde ich durch den Schlupf der Jungbienen sehen – bin gespannt!!!
 
Zwei Völker haben definitiv nicht geschwärmt und es gibt keinerlei Anzeichen von Schwarmstimmung – sie quellen einfach nur über vor Bienenmasse (da macht auch eine Durchsicht keinen Spaß mehr). Beiden habe ich extra Honigräume aufgesetzt, damit sie etwas zu tun haben.
 
Mein Sorgenkind (Volk 7): hier der absolute Durchbruch! Ich habe schweren Herzens die Beute am Pfingstsonntag geöffnet. Schwer war mir ums Herz, weil ich befürchtet habe, dass ich hier trotz des guten Flugbetriebs immer noch keine Königin und keine Eier vorfinde. Ich hatte das Volk über zwei Wochen in Ruhe gelassen und hätte an dem Tag eine Entscheidung treffen müssen, wie es hier weitergeht.

ABER: riesige Brutbretter von links nach rechts, von oben nach unten! Die Königin habe ich nicht gesehen, aber Unmengen von Arbeiterinnenbrut. Die Waben waren ja fast alle leer, weil zuvor keine neue Brut angelegt wurde und die übrigen Arbeiterinnen auch wenig Nektar und Pollen eingetragen haben. Die neue Königin muss den riesigen Platz genutzt und gleich nach erfolgreichem Begattungsflug in vollen Zügen nachgelegt haben. Zwei Futterwaben eingehängt und Kiste mit einem breiten Grinsen wieder geschlossen. Die sind auf jeden Fall über den Berg!  
 
Dann bleiben noch die beiden Schwärme: der erste Schwarm, den ich behalten habe, baut, wie es nur Schwärme tun können. Eier werden auch fleißig gelegt und ich freue mich immer soo, frisches Wabenwerk (fast reinweiß) zu sehen.
 
Über das zweite Völkchen habe ich im letzten Beitrag geschrieben - bis hierhin alles paletti!

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So viel zu unseren letzten Wochen.
 
Ach ja, vergessen habe ich, dass ich nach dem Schwarmgeschehen und den Durchsichten auch noch Honig geerntet habe – dies war schon vor zwei Wochen eine notwendige Maßnahme, weil die Mädels einfach Unmengen von Nektar eingetragen und zu Honig getrocknet haben – der Garten duftete seit Wochen entweder nach Honig oder nach frischem Wachs.
 
Ich frage mich die ganze Zeit, woher die Mädels aktuell ihren Nektar beziehen. Unser Rosenbusch blüht zwar wie von Sinnen und beherbergt viele Bienen, Hummeln und andere Insekten.

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Aber was die Damen eintragen, ist wirklich erstaunlich – und muss seine Ursache woanders haben.
 
Gestern dann die Honigabfüllung (und nein: ich habe leider noch immer kein eigenes Honigetikett ;-)) und ich kann nur sagen: endlich wieder Nachschub für die Familie, Freunde und liebe Arbeitskollegen.

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Admin - 15:51:04 @ Imkern

Von dem Schwarm, der uns WIRKLICH Arbeit machte ;-)

Drei bzw. vier Wochen ist es her, dass die Flut unserer Schwärme begonnen hat und deshalb hier ein kleiner Zwischenstand mit kurzem Rückblick.
 
Rückblick
Ab dem 13. Mai ging es in einer Woche mit vier Schwärmen los. Alle Schwärme waren extrem einfach einzufangen, groß und super brav bzw. sanftmütig. Drei der vier Schwärme habe ich verschenkt, einen Schwarm behalten - dieser wurde Volk 8.
 
Nach knapp zwei Wochen hatten wir dann den fünften Schwarm, der sich in ca. vierzehn Meter Höhe unserer Eiche gesammelt hat.

Der Schwarm flog hin und her und fand keine rechte Ruhe (so mein Eindruck) und landete dann in der hohen Eiche – zunächst unerreichbar für uns. Ich sagte nur: „Ich fahre kurz zur Physio und bin in einer halben Stunde wieder da. Dann überlegen wir gemeinsam weiter“.
 
Ich ging, kam zurück und – was soll ich sagen – Jan hat sich eine Verlängerung mit einer weiteren Verlängerung der Teleskopstange für den Schwarmfangsack gebaut – ein riesiges Ding!
 
Leider habe ich von der ganzen Aktion keinerlei Fotos, so dass nur Worte ausreichen müssen… aber bei den folgenden Ausführungen reicht jede Art von Phantasie.
 
Jan – nach den letzten Schwarmfängen nur noch ohne Schleier unterwegs – wollte auch diesmal keinen überziehen. Alles Reden von meiner Seite half nichts. Er sagte nur: „um im Baum mit dem Schwarmsack an der Stange zu hantieren, benötigt er Platz – da sei ein Anzug oder Schleier nur hinderlich.“
 
Es kam, wie es kommen musste: Jan stieg hoch, positionierte den Schwarmfangsack unter der Bienentraube, schüttelte am anderen Ende der Teleskopstange, ein großer Teil der Mädels fiel bei der Höhe neben den Fangsack weiter nach unten und landete nicht besonders erfreulich auf dem ganzen Körper von Jan.

Insgesamt erhielt er für die Menge der Bienen aber nur wenige Stiche. Schlecht war in der Situation allerdings, dass er sich mit dem Fangsack am Stab
noch immer in sechs Metern Höhe im Baum befand und nun möglichst sanft – trotz der aufgebrachten Bienen – vom Baum klettern musste. Aber es ging alles relativ glimpflich über die Bühne. Jan lief einmal ums Haus (um die aufgebrachten Bienen hinter sich zu lassen) und kam dann wieder. Ab diesem Zeitpunkt hat er wieder einen Schleier getragen!
 
Die Mädels habe ich in die Schwarmkiste umgebettet und den Schwarmbeutel neben der Kiste platziert, damit die übrigen Damen selbst einlaufen können. Bei der ganzen Aktion sind aber viele Mädels wieder auf den Baum zurück und es war schnell klar, dass die Königin nicht dabei war. Ein Teil der Bienen verblieb im Kasten, viele zogen aber wieder nach oben… immer wieder!

Dieses Vorgehen hat Jan über ein halbes Dutzend Mal durchgeführt: hoch in den Baum, mit dem Schwarmsack an dem Zweig geschüttelt, Schwarmsack zugeklappt und mir nach unten gegeben. Ich habe die Bienen umgebettet und Jan wieder den Sack zurückgegeben.
 
Um 21:00 Uhr waren wir immer noch nicht fertig und haben oben noch immer eine kleine Traube gesehen – diese am nächsten Morgen nochmals eingefangen.
 
Dieser Schwarm kam dann noch für eine Nacht in Kellerhaft. Ob die Königin dabei und gesund war, war zu diesem Zeitpunkt und auch später nie ganz klar: der Schwarm verhielt sich ruhig, aber doch etwas anders als die anderen Schwärme. Das Einlaufen am nächsten Tag – diesen Schwarm wollte ich niemandem geben (wenn nicht klar war, ob die Königin gesund ist) – verlief ok, aber sie waren dennoch deutlich unruhiger – aber eben auch nicht sooo schlimm. Ich war hin- und hergerissen.

Die Mädels flogen sich ein und begannen mit dem Aufbau, trugen etwas Pollen und gut Nektar ein – der Flugbetrieb ließ aber schon Tag für Tag etwas mehr nach.
 
Aktueller Stand
Nach 18 Tagen waren die Mädels zwar immer noch relativ ruhig, aber es gab keine Königin, keine Eier.
Ich habe mich dann entschieden, das Volk mit einem anderen zu vereinigen. Ich habe die Mädels kräftig eingeräuchert, damit sie ihre Honigblasen füllen (und damit ein Willkommensgeschenk mitbringen) und dann bei einem Nachbarvolk eingehängt. Auch hier: es blieb alles unglaublich ruhig, kaum Aufbrausen usw.

Die Königin des Nachbarvolks ist auch Tage nach der Vereinigung da, so dass die Vereinigung hoffentlich positiv verlaufen ist.

Admin - 15:24:38 @ Imkern

19.05.2019

Es schwärmt sich besser zusammen - aber vier Schwärme in einer Woche?

Was für eine aufregende Woche! Vier Schwärme in dieser Woche von unseren Einraumbeuten! Wenn ich den Blogbeitrag heute im Laufe des Tages früher geschrieben hätte, würde ich schreiben: “und die Woche ist noch nicht vorbei” ;-).

Am Montag sind gleich zwei Schwärme an einem Tag ausgezogen. Beide haben sich in den nahen Lebensbäumen niedergelassen - super erreichbar (nicht wie im letzten Jahr in der hohen Eiche).

Mein Mann Jan war die Woche über immer schon Mittags nach Hause gekommen, um nach den Mädels zu sehen. So rief er mich regelmäßig in der Arbeit an, um mir mitzuteilen, dass der nächste Schwarm losgestürmt ist.

Der erste Schwarm stammt von meinem Werdervölkchen. Die Mädels purzelten aus der Beute und flogen los.

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Die Luft war erfüllt von Bienen.

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In dem wirklich nahegelegenen Lebensbaum (welch ein Glück, dachte ich nur!) bildete sich die Traube.

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Als ich von der Arbeit kam, hat Jan bereits alle notwendigen Werkzeuge bereitgestellt: drei Schwarmkisten und einen Schwarmfangbeutel.

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Eingefangen haben wir den Schwarm dann auch mit dem Fangbeutel - funktionierte prima.

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Nach nur wenigen Momenten sterzelten die Mädels am Flugloch der Schwarmkiste.

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Als wir fertig waren, sahen wir den zweiten Schwarm - leider weiß ich nicht, aus welcher Beute dieser kam (egal - es folgten dann ja noch mehr Vorschwärme).

Er war auf der anderen Seite des Lebensbaums.

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Der zweite Schwarm war in drei Minuten in der Box - noch einfacher einzufangen.

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Einen Tag später habe ich den zweiten Schwarm in eine neue Einraumbeute einlaufen lassen - nun mein achtes Volk.
Die Traube hat sich schön in der Box gebildet.

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Ein kleiner Stoß und die Mädels landeten auf dem inzwischen nicht mehr ganz so weißen Anlaufbrett.

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Die Mädels machten sich sofort auf den Weg in die Beute.

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Und unglaubliche 15 Minuten später war der Großteil bereits eingezogen.

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Den ersten Schwarm haben wir ebenfalls einen Tag später - gleich im Anschluss an den ersten “Einlauf” einer netten jungen Familie vorbeigebracht. Die haben mir meine frühere Bienenkiste abgekauft und warteten schon ein paar Wochen auf den Schwarm.

Weil wir wegen einer Verkehrskontrolle in Bremen etwa eine Stunde im Stau standen (vielen Dank auch), kamen wir erst ziemlich spät an. Das Einlaufen ging auch am Beginn schnell und dann aber leider etwas schleppender voran.

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Eine Stunde später waren immer noch nicht alle Mädels in der Box - bis 21:00 Uhr waren dann aber doch alle drinne.

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Am Mittwoch dann der dritte Schwarm - ein Anruf von Jan in der Arbeit und der Schwarm noch perfekter im Zwetschgenbaum erreichbar. Es wurde wirklich immer besser.
Kurz eingefangen und erledigt - Jan bekommt wirklich Routine ;-). Inzwischen fängt er die Schwärme auch komplett ohne Schleiher…

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Am Samstag um Punkt 11:00 Uhr dann der vierte Schwarm. Der war noch sehr unentschlossen und kreiste auf dem Paddock - zwischen den Pferden! - seine Runden und hat sich dann ENDLICH in einem Lebensbaum und teilweise im Zaun gefunden. Perfekt - da in Brusthöhe - aber etwas schechter abzuschütteln.

Die Mädels sterzelten sofort, aber benötigten dann doch ein paar Stunden, um vollständig in die Schwarmkiste zu kommen.
Und: die ersten flogen sich bereits bei der Kiste ein!

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Die Vermittlung über die Schwarmbörse hat auch prima geklappt. Es ist mir am Anfang sehr schwergefallen, die Völker abzugeben. Deshalb habe ich den zweiten Schwarm auch wieder behalten (Volk 8). Aber nachdem es so weiterging, habe ich mich dann doch für die Abgabe entschieden - ich hoffe, den Mädels wird es gutgehen - bin aber guter Dinge.

Das war unsere Schwarmwoche!

Admin - 16:53:51 @ Imkern